Kostenrechner
Was kostet Baumpflege?
Deine Angaben

Was in einem vollständigen Angebot steht
Fehlt eine dieser Positionen im Angebot, ist der Preis nicht niedriger — die Leistung ist nur kleiner. Frag im Zweifel nach, was ausdrücklich nicht enthalten ist.
Kurz beantwortet
Wer haftet, wenn ein Ast auf ein parkendes Auto fällt?
Als Eigentümer trägst du die Verkehrssicherungspflicht. Wenn nachweisbar ist, dass der Baum erkennbar geschädigt war und du nichts unternommen hast, haftest du. Eine dokumentierte Regelkontrolle ist deshalb nicht nur Pflege, sondern Absicherung.
Was ist SKT und warum steht das bei manchen Betrieben?
Seilklettertechnik. Damit arbeiten Baumpfleger frei in der Krone, ohne Hubsteiger und ohne Bodenverdichtung durch schweres Gerät. Für Bäume in Innenhöfen oder auf schwer zugänglichen Grundstücken ist das oft die einzige Möglichkeit.
Darf ich meinen Baum radikal einkürzen lassen?
Technisch ja, fachlich meist nein. Ein Kappungsschnitt öffnet große Wunden, der Baum treibt instabile Ersatztriebe und wird langfristig zum Sicherheitsrisiko. Seriöse Betriebe schlagen dir stattdessen eine Kroneneinkürzung nach ZTV-Baumpflege vor.
Was Baumpflege kostet — und warum die Spanne so breit ist
Der typische Auftragswert liegt bei 350 – 1.800 €. Diese Spanne ist keine Unschärfe im Preis, sondern ein Abbild der Arbeit: Baumpflege wird über Bäume kalkuliert und dann an Höhe des Baums, Was soll gemacht werden?, Schnittgut angepasst. Zwei Aufträge mit gleicher Menge können deshalb weit auseinanderliegen.
Der Rechner oben bildet genau diese Größen ab. Er liefert einen Rahmen, kein Angebot — was am Ende auf der Rechnung steht, hängt an Dingen, die man vor Ort sieht: Wie kommt die Maschine hin? Steht etwas im Weg, das erst weichen muss? Wie weit ist die nächste Annahmestelle?
Zwei Angebote für Kronenschnitt richtig vergleichen
Vergleichbar sind zwei Angebote erst, wenn beide denselben Umfang abdecken. Dazu gehören Kronenpflege und Totholzentfernung, Kronensicherung mit dynamischen Gurtsystemen, Lichtraumprofil zu Straße und Gehweg herstellen, Baumkontrolle nach FLL-Baumkontrollrichtlinie, Dokumentation für die Verkehrssicherungspflicht. Fehlt eine dieser Positionen in einem der beiden, ist der niedrigere Preis kein niedrigerer Preis — die Differenz taucht später als Nachtrag auf.
Die Position, die am häufigsten fehlt, ist die Entsorgung. Sie ist bei fast jedem Gewerk im Grünbereich ein erheblicher Kostenblock, weil Material anfällt, das gewogen und angenommen werden muss. Frag im Zweifel ausdrücklich nach, wohin es geht und ob es im Preis steckt.
Der Stundensatz allein sagt wenig. Ein Betrieb mit höherem Satz und passender Maschine ist regelmäßig günstiger als einer, der dieselbe Arbeit von Hand macht. Vergleiche deshalb Endsummen für denselben beschriebenen Zustand, nicht Sätze.
Wann sich Baumpflege preislich lohnt
Pflegeschnitte sind ganzjährig zulässig, weil sie nicht unter das Rückschnittverbot des § 39 BNatSchG fallen. Fachlich ist das laublose Winterhalbjahr trotzdem der bessere Zeitpunkt — die Kronenstruktur ist sichtbar und der Baum verkraftet den Eingriff besser. Wer außerhalb der Hochphase anfragt, bekommt schneller einen Termin — und häufig das ruhigere Angebot, weil der Betrieb Kapazität hat.
Zusammengelegte Aufträge senken den Preis spürbar, weil die Anfahrt nur einmal anfällt. Wer ohnehin mehrere Arbeiten plant, fragt sie in einem Zug an, statt sie über das Jahr zu verteilen.
Angebot, Rechnung und was dazwischen schiefgeht
Ein Angebot für Baumpflege sollte den Endzustand beschreiben, nicht nur die Tätigkeit. „Hecke schneiden" ist keine Leistungsbeschreibung — „auf 1,80 m Höhe und 60 cm Breite zurücknehmen, Schnittgut abfahren" ist eine. An dieser Beschreibung entscheidet sich später, ob die Arbeit erfüllt ist oder nicht.
Nachträge entstehen fast immer an derselben Stelle: Es kommt etwas zum Vorschein, das vorher niemand sehen konnte — ein Fundament unter dem Rasen, ein morscher Stamm, Bauschutt im Aushub. Seriöse Betriebe kündigen an, dass so etwas möglich ist, und melden sich vor der Mehrarbeit statt danach. Diese Ankündigung im Angebot ist ein gutes Zeichen, kein schlechtes.
Bei größeren Aufträgen sind Abschlagszahlungen üblich. Eine vollständige Vorkasse ist es nicht. Wer sie verlangt, sollte dafür einen nachvollziehbaren Grund nennen können.