Eine Fällung endet in der Regel am Stammfuß. Was danach noch im Boden steckt, ist ein eigener Auftrag — und einer, bei dem zwei Verfahren zur Wahl stehen, die unterschiedlich viel kosten und unterschiedlich viel hinterlassen.
Stubbenfräsen
Eine Fräse trägt den Stock in Spänen ab, üblicherweise 20 bis 40 cm unter Geländeoberkante. Die starken Seitenwurzeln bleiben im Boden und verrotten dort über Jahre. Das Verfahren ist schnell, kommt mit schmalen Zufahrten aus und hinterlässt keine Krater — der Arbeitsraum ist kaum größer als der Stock selbst.
Es hat zwei Einschränkungen. Erstens bleibt ein Span-Erde-Gemisch zurück, das stark stickstoffzehrend ist: Wer direkt in die Späne pflanzt, bekommt kümmernde Pflanzen. Die Späne gehören heraus und werden durch Mutterboden ersetzt. Zweitens bleiben die Wurzeln. Für Rasen, Beet und die meisten Pflanzungen ist das unerheblich. Für eine Pflasterfläche, ein Fundament oder eine Leitung ist es das nicht.
Roden
Beim Roden wird der gesamte Wurzelstock mit den Hauptwurzeln herausgezogen oder ausgebaggert. Das Ergebnis ist ein wurzelfreier Untergrund — und ein Loch, das verfüllt und verdichtet werden muss. Gebraucht wird ein Bagger und entsprechende Zufahrt; auf kleinen, eingebauten Grundstücken ist das oft der begrenzende Faktor.
Roden ist die richtige Wahl, wenn auf der Fläche gebaut wird, wenn Ausschlag zu erwarten ist (Robinie, Pappel, Essigbaum und Kirschlorbeer treiben aus verbliebenen Wurzeln wieder aus) oder wenn eine Pilzerkrankung im Wurzelholz sitzt, die man nicht im Boden lassen will.
Die Entscheidung in einem Satz
Kommt Rasen, Beet oder Pflanzung auf die Stelle: fräsen. Kommt Pflaster, Terrasse, Fundament oder Leitung darauf: roden. Steht ein ausschlagfreudiger Baum zur Debatte: roden, sonst gärtnerst du die nächsten Jahre gegen Wurzelbrut.
Was den Preis treibt
- Zufahrt. Der häufigste Kostentreiber überhaupt. Passt die Maschine durch das Gartentor oder muss sie über das Nachbargrundstück, mit Kran oder von Hand?
- Leitungen. Vor dem Roden muss der Verlauf von Strom, Wasser, Gas und Telekommunikation bekannt sein. Eine Leitungsauskunft dauert Tage, ein durchtrennter Hausanschluss kostet ein Vielfaches des Auftrags.
- Entsorgung. Wurzelstöcke mit anhaftender Erde sind teurer zu entsorgen als sauberer Grünschnitt, weil sie als gemischter Abfall gelten.
- Verfüllung. Beim Roden gehört Füllboden ins Angebot, sonst sackt die Stelle über Monate nach.
Unsere Spanne für die Gartenräumung liegt bei 7 bis 22 € je m² plus 250 bis 700 € An- und Abfahrt, eine Fällung bei 180 bis 420 € je Baum plus 90 bis 180 €. Der Stock wird fast immer separat ausgewiesen — steht er nicht im Angebot, ist er nicht enthalten. Wie der ganze Ablauf in den Jahresplan passt, steht unter Gartenräumung im Winter.
